Hintergrundbilder einrichten mit Auflösung, Zuschnitt und Lesbarkeit
Warum viele Hintergrundbilder auf dem eigenen Gerät schlecht aussehen, worauf es beim Seitenverhältnis ankommt und warum ruhige Motive praktischer sind.
3 Minuten Lesezeit
Hintergrundbilder aus dem Netz enttäuschen meist aus einem von drei Gründen: Sie sind zu klein, sie haben das falsche Seitenverhältnis, oder sie sind so unruhig, dass man die Symbole darauf nicht mehr lesen kann.
Auflösung: lieber größer als passend
Moderne Handybildschirme liegen bei 1.200 bis 1.500 Pixeln Breite, Notebooks und Monitore je nach Gerät zwischen 1.920 und 3.840. Ein Bild, das kleiner ist, wird vom System hochgerechnet und wirkt weich. Umgekehrt schadet ein größeres Bild nicht – das System skaliert sauber herunter.
Seitenverhältnis und Zuschnitt
Handys sind heute deutlich länger als früher, die Verhältnisse reichen von 19:9 bis 20:9. Ein Bild im Verhältnis 16:9 wird deshalb beschnitten oder gestreckt. Das ist der Grund, warum Motive mit zentrierten Details schlecht funktionieren: Was am Rand liegt, verschwindet je nach Gerät unterschiedlich weit.
Ruhige, flächige Motive sind hier im Vorteil. Bei ihnen fällt ein Beschnitt von zehn Prozent schlicht nicht auf, während bei einem Foto mit klarem Motiv plötzlich der Kopf fehlt.
Warum ruhig praktischer ist
Auf dem Startbildschirm liegen Symbole, Widgets, Uhrzeit und Benachrichtigungen. Ein detailreiches Foto konkurriert mit all dem, und das Ergebnis ist, dass man Symbole schlechter findet. Ein flächiges Motiv mit wenig Kontrastwechsel lässt Text und Symbole lesbar – das ist der Grund, warum Systemhintergründe fast immer ruhig gestaltet sind.
Ein Sonderfall ist der Sperrbildschirm: Dort liegt oben die Uhrzeit. Motive mit einem ruhigen oberen Drittel funktionieren dort besser als solche mit einem Detail genau an dieser Stelle.
Hell und dunkel
Wer den Dunkelmodus nutzt, sollte auch beim Hintergrund daran denken. Ein sehr helles Bild in einer ansonsten dunklen Oberfläche wirkt am Abend unangenehm grell. Viele Systeme erlauben inzwischen getrennte Hintergründe für hell und dunkel – dann lohnt es, zwei Motive aus demselben Set zu nehmen, damit der Wechsel nicht wie ein Bruch wirkt.
Kalender auf dem Sperrbildschirm
Ein Monatsbild als Hintergrund ist praktischer, als es klingt: Der Monat steht dort, wo man ohnehin zwanzigmal am Tag hinsieht, ohne dass eine App geöffnet werden muss. Der Preis dafür ist, dass man das Bild zwölfmal im Jahr wechseln muss – was bei einem Set mit zwölf Motiven ein Vorgang von fünf Sekunden ist.
So richtest du das Bild ein
iPhone: Einstellungen, dann Hintergrundbild, dann „Neues Hintergrundbild hinzufügen", Fotos auswählen. Beim Sperrbildschirm lässt sich das Bild mit zwei Fingern verschieben und skalieren. Sperr- und Startbildschirm können unterschiedliche Bilder haben.
Android: Langer Druck auf eine freie Stelle des Startbildschirms, dann „Hintergrund" beziehungsweise „Hintergrund und Stil". Die Menüs unterscheiden sich je nach Hersteller, der Weg über den langen Druck funktioniert fast überall.
Windows: Rechtsklick auf den Desktop, „Anpassen", „Hintergrund". Bei der Anpassung „Ausfüllen" wählen, damit das Bild die Fläche füllt – „Anpassen" lässt Ränder, „Strecken" verzerrt.
Mac: Systemeinstellungen, „Hintergrundbild", Ordner hinzufügen. Dort lässt sich auch einstellen, dass die Bilder eines Ordners automatisch wechseln.
Bei mehreren Bildschirmen
Zwei Monitore mit unterschiedlicher Auflösung bekommen mit einem einzigen Bild selten ein gutes Ergebnis. Windows und macOS erlauben, je Bildschirm ein eigenes Bild zu wählen – das ist der praktikablere Weg. Ein Panoramabild über beide Bildschirme zu strecken funktioniert nur, wenn die Monitore gleich groß und gleich hoch montiert sind.
Automatischer Wechsel
Alle gängigen Systeme können die Bilder eines Ordners in einem Intervall wechseln. Bei einem Set mit sechs oder acht Motiven ist das eine sinnvolle Einstellung: Die Abwechslung kommt ohne Zutun, und die Motive nutzen sich nicht ab.
Bei einem Kalender-Set ist der Wechsel dagegen bewusst manuell – ein Monatsbild soll einen Monat lang stehen bleiben. Wer den Wechsel vergisst, hat auf dem Sperrbildschirm den falschen Monat, was den Zweck aufhebt. Ein wiederkehrender Termin am Monatsersten löst das.
Dunkelmodus und Akku
Auf Geräten mit OLED-Bildschirm verbrauchen dunkle Bilder tatsächlich weniger Strom, weil schwarze Pixel nicht leuchten. Der Effekt ist messbar, aber klein – ihn als Hauptargument zu nennen wäre übertrieben. Der spürbarere Grund für ein dunkles Motiv am Abend ist schlicht, dass ein helles Display in dunkler Umgebung blendet.
Wer das System automatisch zwischen hell und dunkel wechseln lässt, sollte zwei Motive aus demselben Set wählen. Dann wirkt der Wechsel wie eine Variante und nicht wie ein anderes Gerät.
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Häufige Fragen
- Passen die Bilder auf mein Gerät?
- Die Motive sind in gängigen Seitenverhältnissen und in voller Auflösung angelegt. Da sie ruhig gestaltet sind, fällt ein Beschnitt am Rand kaum auf.
- Muss ich hier etwas ausdrucken?
- Nein. Das sind fertige Bilddateien für den Bildschirm, keine Druckvorlagen.
- Warum wirkt mein Hintergrundbild unscharf?
- Weil es kleiner ist als der Bildschirm und hochgerechnet wird. Ein größeres Bild schadet nie, das System skaliert sauber herunter.
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